Projekte
Handreichung zur Erstellung einer projektbegleitenden Film-Dokumentation
Erarbeitet durch: Christine Michalka-Maraharens, Alessandra Farallo und Rainer Haas
Projekttage? Sportfest? Pädagogischer Tag? Jugendprojekt? Und am Schluss kein richtiger Abschluss? Für eine Filmgruppe kein Problem! Noch ehe sich alles verkrümelt, gibt es DEN FILM vom Event. Alle Akteure sehen sich auf der Leinwand, die lustigsten Szenen sind wieder da! Und die „Botschaft des Tages“ wird nochmals – filmisch – kommuniziert.
Diese Handreichung gibt Ihnen Anregungen, wie Sie eine solche Dokumentation „in Echtzeit“ erstellen können und gibt Ihnen darüber hinaus die wichtigsten Checklisten zur Hand.
„FinalCut Pro“
Filmschnitt für Fortgeschrittene
- 11. bis 18. Mai 2008
- in Poggio San Marcello (AN)
- Referent: Peter Patten
Wir hatten Peter Patten auf den 30. Filmtagen bayerischer Schulen kennen gelernt und alle, die in seinem Workshop zum Filmschnittprogramm FinalCut Pro saßen, waren anschließend begeistert. Vom Vertreter der Firma Cancom, die ihn gesponsert hatte, erfuhr ich, dass er wohl der kompetenteste Trainer für dieses Programm in Deutschland sei.
Wir luden ihn also ein, in einem einwöchigen Kurs interessierten Kolleginnen und Kollegen die Grundlagen von FinalCut Pro zu vermitteln. Freundlicherweise übernahm die Firma Apple den größten Teil seines Honorars, das Kultusministerium gab einen Zuschuss und die Anmeldung von über 20 Kolleginnen und Kollegen zeigte, dass manche sogar ihre Pfingstferien opfern um perfekten Filmschnitt zu erlernen.
Vielleicht muss man noch sagen, dass der Kurs in Mittelitalien in einer sehr ansprechenden Landschaft stattfand - Aber wir hatten kaum Augen für die Landschaft, wir saßen von morgens bis abends an unseren Rechnern, fasziniert von der dem Programm innewohnenden Logik und der Klarheit, mit der Peter Patten sie uns nahe brachte. Seine ruhige Art, seine Fähigkeit uns alle bei der Stange zu halten (Lehrer können schlimmer sein als Schüler), sein sicheres Gespür dafür, wann eine Zwischenfrage weiterbringt oder den Gedankenfluss unterbricht, das alles hat uns nicht nur den Zugang zum Programm ermöglicht - es war auch ein Kompaktkurs in Lehrgangsdidaktik.
Zum großen Erfolg der Veranstaltung trug sicher auch die Verpflegung bei, das abendliche Menü glich jedes Mal einem Festessen, der Wein der umliegenden Rebgärten schmeckte dazu vorzüglich. Ein Seminar der besonderen Art, bei dem alle Beteiligten sehr viel lernen konnten.
„Drehort Schule“
Filme machen für Einsteiger
- 21. bis 25. Juli 2008
- an der ALP Dillingen
- Anmeldung unter FIBS
Dieser Lehrgang war seit langem überfällig: Eine Kurs, im wesentlichen für Newcomer, die sich dem Thema Film an der Schule mit ganzem Herzen verschrieben hatten. Eine Gruppe von ebenso hoch motivierten Referenten und Referentinnen war bereit Tag und Nacht sich für die Umsetzung eines filmischen Projektes einzusetzen. Ein Lehrgangsleiter, Johannes Philipp von der ALP, der sich sehr erfolgreich dafür einsetzte, diesen Kurs fruchtbar zu gestalten.
Das Programm war gekennzeichnet von Inputphasen, die sich mit kreativen und produktiven Phasen abwechselten. Am Ende standen Präsentationen, die sich sehen lassen konnten. Eine Gruppe hatte dokumentarisch gearbeitet, eine hatte sich einem fiktionalen Thema gewidmet. Drehbücher wurden geschrieben und verworfen, Ein Schwerpunkt lag auf Kameraarbeit, einer auf Tongestaltung. Der Ansatz dieses Kurses muss fortgeführt werden, er lohnt sich für die Verankerung praktischer Medienarbeit an Bayerns Schulen.
Tagung im Nachgang zu den 31. Filmtagen Bayerischer Schulen
- 3. bis 5. Dezember 2008
- in Reimlingen bei Nördlingen
- Anmeldung unter FIBS
Für den Nachmittag des ersten Lehrgangstages hatten wir Dirk Ellis aus Hamburg gebeten, uns die Möglichkeiten und Chancen von iMovie 08 und vielleicht noch einen kleinen Einstieg in DVDStudio Pro zu zeigen. Der Nachmittag verlief wie im Flug, dann gab es eine total interessante Stadtführung durch Nördlingen, aber was dann geschah hatte niemand erwartet. Dirk Ellis arbeitete mit fast der ganzen Gruppe an DVDStudio Pro bis weit nach Mitternacht und blieb auch noch am nächsten Morgen.
Der zweite Tag war der Auswertung der 31. Filmtage bayerischer Schulen gewidmet. und es zeigte sich, dass auch die Vorbereitungen für die 32. Filmtage schon weit gediehen waren. Gerbrunn als Austragungsort war ein absoluter Gewinn für die 31. Filmtage, die Veranstalter werden jedoch noch weiter optimieren, wo dies möglich ist.
Der Nachmittag war der Besprechung der Filme gewidmet, die in Gerbrunn gezeigt worden waren. Die sehr fruchtbaren Auseinandersetzungen wurden durch den Besuch einer vierköpfigen Crew des Redaktionsteams von Südwild unterbrochen. Wir hatten sie eingeladen, weil zwischen den Filmern an bayerischen Schulen und Südwild sich nicht erst durch Vertragsprobleme einige Missverständnisse entwickelt hatten. Südwild zeigte sich sehr bereit und absolut willens, das Vertrauen wieder herzustellen: Verträge liegen nun vor, auf die man sich beziehen kann, auch wurden bereits einer Schule ausstehende Gelder bezahlt. Wir Lehrkräfte hörten von den Problemen fünf mal pro Woche eine Stunde live vom Stadtplatz in X aus senden zu müssen und erklärten uns zu mehr Kooperation bereit. Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde die Diskussion der eingereichten Filme bis 23 Uhr fortgesetzt.
Am dritten Tag hatten wir einen örtlichen Anbieter als Referenten, Herr Hueber aus Nördlingen präsentierte die aktuellen Kameras und wurde nicht müde unsere Fragen zu beantworten. Im Anschluss daran zeigte Herr Hueber vom Münchner Tonausstatter Ambient Recording, was man alles falsch machen kann mit externen Mikros und vielen von uns wurden verrauschte Aufnahmen und verzischte Interviews plötzlich ganz klar. Ein Kurs im Schloss Reimlingen, der auch noch drei Tage länger hätte dauern können, hervorragend betreut durch Johannes Philipp von der ALP und Christl Kamlah von der Realschule Nördlingen.
„Bildersturm“
Schüler + Lehrer digitalisieren Kunst
- Frühjahr 2005
- im Museum des Kulturspeichers Würzburg
- im Rahmen der RLFD
„Bildersturm“ nennt sich eine Fortbildungsreihe, welche Kindern und Jugendlichen wie auch den Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam ins digitale Boot verhalf. Auf www.blum-pfingstl.com/bildersturm/ findet sich nun die Projektdokumentation des vom Kultusministerium ins Leben gerufenen Projektes „Schule@Museum“:
Unter dem Motto „Bildersturm“ war das Wirsberg-Gymnasium in Zusammenarbeit mit dem Museum im Kulturspeicher Würzburg an dieser bayernweiten Aktion beteiligt, nicht zuletzt um altbekannte Klassiker der Malerei mit digitalem Pinsel zeitgemäss zu "stylen"... Und nicht nur diese: Unter Federführung des Wirsberg-Gymnasium wurde das Konzept schulübergreifend ausgedehnt und mittels einer Fortbildungsreihe zu Aspekten digitaler Bildbearbeitung auf insgesamt acht weitere Schulen erweitert.
„tempo, tempo“
Schüler bringen ausgewählte Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts in Bewegung
- 8. bis 12. Dezember 2006
- im Museum des Kulturspeichers Würzburg
- im Rahmen der RLFD
In Zusammenarbeit mit dem Museum im Kulturspeicher Würzburg und gefördert von BMW und von der Stiftung Bildungspakt Bayern veranstalten mehrere Klassen unserer Schule eine Ausstellung zum Thema TEMPO TEMPO... Je zwei Bilder aus der Städtischen Sammlung und aus der Sammlung Peter C. Ruppert wurden von Schülerinnen und Schülern mit eigenen Arbeiten kommentiert und auf ästhetische Bewegungspotentiale hin untersucht.
Dazu gab es vier Abendveranstaltungen, in denen der geistige Raum der Bilder und der Schülerarbeiten auf unterhaltsame Weise weiter vermessen wird. Informationen auf der Website.
„Die lange Nacht der Selbstgedrehten“
Die junge Filmszene stellt sich vor
- 23. Januar 2009
- im Cinemaxx Kino Würzburg
- im Rahmen des Internationalen Filmwochenendes
Still und leise, und nach etlichen Jahren bereits sehr routiniert: die Vorbereitungen für die Lange Nacht der Selbstgedrehten liefen auf Hochtouren. Am Freitag, den 23. Januar um 19 Uhr flimmerten wieder prämierte Filme aus ganz Unterfranken über die Leinwand des CinemaxX am Alten Hafen. Mittlerweile schon zum neunten Mal konnten wir ausgewählte Arbeiten aus Schule und Jugend- und Kulturszene in professionellem Umfeld vorstellen. Also, wenn Sie neugierig geworden sind: unter www.langenacht.com haben wir bereits etliche Infos rund um die Filme und deren Filmemacher zusammengetragen und auch schon unseren Schirmherren Peter Heusinger, Bezirkstagsvizepräsident, zu Wort gebeten.
