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Fortbildungen » vergangene Fortbildungsangebote finden Sie im Archiv

Begleitend zur praktischen Arbeit qualifizieren sich die Leiterinnen und Leiter der schulischen Kompetenzzentren Film im Rahmen von Workshops, Schulungen und Fortbildungen. Hierbei werden sowohl Experten wie auch Praktiker, also Coaches, Trainer und Dozenten, die allesamt professionelle Filmemacher sind und die in der Regel auch an Hochschulen unterrichten, verpflichtet.

Darüber hinaus werden Fortbildungen angeboten, die an Einsteiger gerichtet oder auf spezielle Aspekten des Filme gerichtet sind:


Jud Süß – Film ohne Gewissen
Preview und Kinoseminar für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal

JUD SÜSS – FILM OHNE GEWISSEN erzählt die Geschichte des „Jud Süß“- Hauptdarstellers Ferdinand Marian, der im Dritten Reich in die Mühlen der Manipulation von Joseph Goebbels gerät.

Goebbels will 1940 unter der Regie von Veit Harlan mit dem Film „Jud Süß“ den Vernichtungsfeldzug gegen die Juden untermauern. Und Marian – erfolgsgetrieben und naiv – lässt sich auf ein Spiel ein, das viel zu groß für ihn ist, und von dem er nicht ahnt, dass es ihm bald schon zum Verhängnis werden wird. Viel zu spät begreift er, in was er hineingeraten ist – nämlich in ein Vehikel des Holocaust, das sein Gesicht trägt. SS Soldaten, die später in Polen an Massenerschießungen von Juden beteiligt waren, bekamen den Film verordnet - Millionen Deutsche sahen ihn sich freiwillig im Kino an, über 20 Millionen in Europa. Marians Schicksal ist ein Drama von Aufstieg und Fall - eines Menschen und eines mörderischen Systems.

Das Kompetenzzentrum Film an der Johannes-de-la-Salle-Schule, die Medienwerkstatt im JUKUZ und das Casino Kino veranstalten im Rahmen von „Schule im Kino“ jedes Jahr Kinoseminare mit propagandistischen Filmen aus der Zeit des Nationalsozialismus, die heute unter Vorbehalt stehen. In dieser Reihe läuft am 11. Oktober 2010 ein Kinoseminar mit dem Film „Hitlerjunge Quex“ als Lehrerfortbildung und am 12. Oktober 2010 ein Kinoseminar für Schulklassen.

Am 22. September 2010 erhalten Sie Informationen zu diesen Kinoseminaren und über die Möglichkeit, ein Kinoseminar mit dem Originalfilm „Jud Süß“ zu buchen.

  • 22.09.2010 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Im Rahmen von: Schule im Kino
  • Referent/in: Michael Fleckenstein
  • Veranstalter: Kompetenzzentrum Film an der Johannes-de-la-Salle-Schule, Medienwerkstatt im JUKUZ, Casino Kino
  • Ort: Casino Filmtheater, Ohmbachsgasse 1, 63739 Aschaffenburg
  • Hinweis zur Anmeldung: Lehrkräfte in FIBS S671-0/10/46 (Schulamt Aschaffenburg), Pädagogisches Fachpersonal: lernort.kino@casino-aschaffenburg.de, Teilnahme kostenlos

Medienkinder - Kindermedien
Das Aschaffenburger Mediennetzwerk

Medien und der souveräne Umgang mit diesen bedeutet für Kinder und Jugendliche eine Schlüsselqualifikation. Neben den klassischen Medien wie Radio, Fernsehen und Zeitung wachsen Kinder heute mit der Nutzung interaktiver Medien wie Handy oder Internet auf. Auf kommunaler Ebene ist es die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen Lernräume zu bieten, die einen kompetenten und selbstbestimmten Umgang mit allen sie begleitenden Medien fördern.

Im Raum Aschaffenburg gibt es verschiedene Einrichtungen und Institutionen, die die Förderung der Medienkompetenz in allen relevanten Bereichen abdecken. Diese Einrichtungen haben sich zu einem Netzwerk zusammengetan und den „Arbeitskreis Medien“ gegründet. Im Rahmen der Zusammenarbeit ist nun die Broschüre „Medienkinder – Kindermedien“ entstanden, die die umfangreiche medienpädagogische Angebotspalette im Raum Aschaffenburg darstellt.

Anlässlich der Veröffentlichung der Angebots-Broschüre “Medienkinder - Kindermedien“ laden wir Sie gerne ein, um Ihnen den Arbeitskreis Medien vorzustellen und mit Ihnen gemeinsam über Chancen und Gefahren der Medienwelt zu diskutieren. Hierzu freuen wir uns den Bremer Medienpädagogen Markus Gerstmann begrüßen zu dürfen, der in seinem Vortrag die Unterschiede des Denkens von Erwachsenen und jungen Menschen in Hinblick auf die Mediennutzung aufzeigen wird.

  • 05.10.2010 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Referent/in: Markus Gerstmann,
  • Veranstalter: Arbeitskreis Medien Aschaffenburg
  • Ort: JUKUZ, Kirchhofweg 2, 63739 Aschaffenburg, Großer Saal
  • Hinweis zur Anmeldung: Keine Anmeldung notwendig, als Lehrerfortbildung über FIBS S671-0/10/42 (Staatliches Schulamt Aschaffenburg),

Hitlerjunge Quex
Kinoseminar zur Nationalsozialistischen Propaganda im Film

Bei diesem Kino-Seminar erfolgt zu Beginn eine Einführung, in der die historischen Hintergründe erläutert und Besonderheiten der propagandistischen Aussage des Films thematisiert werden. Nach der Filmsichtung gibt der Referent des Institus für Kino- und Filmkultur weitere Informationen zur Produktion und Rezeptionsgeschichte des Films. Er analysiert den Film und seine Machart auf wissenschaftliche Weise und bietet die Möglichkeit einer anschließenden intensiven Diskussion.

Berüchtigter NS-Propagandafilm, in dessen Mittelpunkt der ideologische Gesinnungswandel einer Arbeiterfamilie steht: Kommunistische Jugendverbände und die Hitlerjugend stehen sich im Berlin der beginnenden 1930er Jahre als verfeindete Organisationen gegenüber. Heini Völker, Druckerlehrling und Sohn eines Kommunisten, lässt sich auf die Seite der Hitlerjugend ziehen und verrät einen geplanten kommunistischen Anschlag auf das Hitlerjugendheim. Nachdem sich auch sein Vater dem Nationalsozialismus zuwendet, wird Heini als “Quex“ in die Hitlerjugend aufgenommen. Bei einer Propaganda-Aktion im heimatlichen Arbeiterviertel wird er von Kommunisten niedergeschossen und stirbt.
Nach dem gleichnamigen Roman von Karl Aloys Schenzinger;
Für Schulklassen besteht die Möglichkeit einer gesonderten Vorstellung zu einem ermäßigten Preis am 12. Oktober 2010. Bitte wenden Sie sich direkt an Christopher Bausch vom Casino Filmtheater (lernort.kino@casino-aschaffenburg.de)

  • 11.10.2010 00:00 Uhr bis 00:00 Uhr
  • Im Rahmen von: Schule im Kino
  • Referent/in: Michael Kleinschmidt, Murnau Stiftung
  • Veranstalter: Drehort Schule e.V.; Kompetenzzentrum Film an der Johannes-de-la-Salle-Schule Aschaffenburg
  • Ort: Casino Filmtheater, Ohmbachsgasse 1, 63739 Aschaffenburg
  • Hinweis zur Anmeldung: Lehrkräfte in FIBS S671-0/10/33 Staatliches Schulamt Aschaffenburg, Sonstige ab 01.09.2010 bei der vhs Aschaffenburg, Teilnahmegebühr € 6,50 direkt an der Kinokasse
  • Zur Online-Anmeldung »

Filmgespräch
Dokumentationen mit Zeitzeugen, Schülerfilme der Johannes-de-la-Salle-Schule Aschaffenburg

Wie haben Jugendliche unter der nationalsozialistischen Diktatur in Aschaffenburg gelebt, was haben sie erlebt? Dieser Frage sind Schüler der Johannes-de-la-Salle-Schule nachgegangen. Entstanden sind dabei zwei Dokumentationen mit Aschaffenburger Zeitzeugen.
Nach der Aufführung der Filme findet ein Filmgespräch mit den betreuenden Lehrkräften und Medienpädagogen statt. Sie berichten über die Produktionsbedingungen und den medienpädagogischen Hintergrund der Produktionen.

  • 16.11.2010 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Im Rahmen von: Schule im Kino
  • Referent/in: Michael Fleckenstein
  • Veranstalter: Drehort Schule e.V.; Kompetenzzentrum Film an der Johannes-de-la-Salle-Schule Aschaffenburg
  • Ort: vhs Aschaffenburg, Luitpoldstr., 63739 Aschaffenburg
  • Hinweis zur Anmeldung: Lehrkräfte bei FIBS S671-0/10/34 Staatliches Schulamt Aschaffenburg, Sonstige ab 01.09.2010 bei der vhs aschaffenburg
  • Zur Online-Anmeldung »

„Iss Zucker, sprich süß“
Zwangsheirat, die sog. Familienehre und ihre Opfer

Kinoseminar und Filmgespräch mit der Regisseurin Sigrid Dethloff für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal

Sie sind in Deutschland geboren oder hier aufgewachsen. Doch wen sie heiraten, das bestimmen ihre Eltern. Viele Immigrantenfamilien halten auch nach jahrzehntelangem Leben in Deutschland an den Traditionen ihrer Heimat fest und pflegen dabei einen Werte-Konservatismus, der sich mitunter im Herkunftsland schon überholt hat. Sultana aus
Pakistan, die 15jährig vor ihrer Familie floh, weil sie nur noch die Wahl hatte, mit einem alten Mann verheiratet oder umgebracht zu werden, die türkische Importbraut Saniye, die nie die Heimat verlassen wollte, oder Ayse, die ihre 16jährige Tochter verheiratet hat, obwohl sie selbst unter ihrer eigenen Zwangsverheiratung litt und die Buchautorin und Aktivistin Fatma Bläser - die Erzählungen und Lebensgeschichten dieser Frauen zeigen, welche zerstörerische Folgen erzwungene Heiraten haben können: Für die, die sich fügen und unter Umständen in unglücklichen Ehen leiden. Für die, die flüchten und alle Bindungen kappen müssen. Und für ihre Eltern, die mit den alten Moralvorstellungen nicht brechen können und entweder ihre Kinder oder das Ansehen in ihrer Gemeinschaft verlieren.

Nach einer kurzen Einführung und der Aufführung des Films steht die Regisseurin Sigrid Dethloff für eine Filmgespräch und Diskussion zur Verfügung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Aschaffenburg und dem Staatlichen Schulamt Aschaffenburg

  • 21.02.2011 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Im Rahmen von: Schule im Kino
  • Referent/in: Sigrid Dethloff
  • Veranstalter: Kompetenzzentrum Film an der Johannes-de-la-Salle-Schule, Medienwerkstatt im JUKUZ, Casino Filmtheater
  • Ort: Casino Filmtheater, Ohmbachsgasse 1, 63739 Aschaffenburg
  • Hinweis zur Anmeldung: Lehrkräfte in FIBS S671-0/11/2 (Schulamt Aschaffenburg), Pädagogisches Fachpersonal: lernort.kino@casino-aschaffenburg.de, Teilnahmebeitrag: 3,50 €, direkt an der Kinokasse zu zahlen